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Aktie im Blickpunkt

Positive Stimmung rund um Bayer.

Carlo Emanuele Frezza

Langsam nähert sich die Berichtssaison ihrem Ende. Am Mittwoch legte mit Bayer (BAYN 53.63 +0.04%) aber noch einmal ein Dax-Konzern sein Zahlenwerk vor. Das Ergebnis erfreute die Anleger besonders. Zwar haben negative Währungseffekte die Pharmagesellschaft zum Jahresauftakt gebremst. Allerdings schnitt sie dank einer Erholung im Agrargeschäft besser ab als befürchtet. Zudem bekräftigte die Geschäftsleitung ihre Ziele für das Gesamtjahr.

Von Januar bis März sank der Umsatz von Bayer 4% auf 12,3 Mrd. € – währungsbereinigt resultierte jedoch ein Plus von 2,8%. Der bereinigte Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda ist im ersten Quartal dagegen um 6% auf 4,1 Mrd. € gefallen. Analysten hatten jedoch einen weitaus stärkeren Rückgang auf 3,8 Mrd. € erwartet. «Insgesamt sehen wir eine gute operative Entwicklung, sind aber wie erwartet durch Währungseffekte belastet worden», sagte CEO Werner Baumann.

Für 2021 peilt Baumann ein Ergebnis auf Vorjahresniveau an. Konkret will die Geschäftsleitung einen Umsatz von etwa 42 bis 43 Mrd. € und ein bereinigtes Ergebnis von 11,2 bis 11,5 Mrd. € erreichen. Im vergangenen Jahr hatte sie bei einem Umsatz von 41,4 Mrd. € ein bereinigtes Ergebnis von 11,5 Mrd. € erzielt.

Die Anleger zelebrierten das Erreichte sowie die bestätigten Jahresziele. Die Valoren legten rund 5% auf über 55 € zu und waren die Tagesgewinner im deutschen Leitindex. Von Analystenseite zeigten sich besonders Goldman Sachs (GS 371.30 -0.43%) und Kepler Chevreux positiv gestimmt. Die US-Investmentbank hat die Einstufung für die Titel auf «Kaufen» mit einem Kursziel von 71 € belassen. Bayer sei stark in das Jahr gestartet, schrieb Analyst Keyur Parekh.

Ähnlich zufrieden ist das Analysehaus. Kepler Chevreux hat ihre Kaufempfehlung für Bayer untermauert und sieht sie bei 68 € fair bewertet. Das operative Ergebnis habe die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Christian Faitz.

Auch Credit Suisse (CSGN 9.62 -0.19%) hat sich zu Bayer geäussert. Die Grossbank ist davon überzeugt, dass die besseren Aussichten und eine Beilegung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA zu einer weiteren Verbesserung der Stimmung rund um Bayer führen dürften.

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