Unternehmen / Ausland

Aktie im Blickpunkt: Drägerwerk

Schwacher Jahresausblick schickt die Titel auf Talfahrt.

Giuliano Ligi

Entgegen der Entwicklung des SDax starteten Drägerwerk am Gründonnerstag mit deutlichen Kursverlusten in den Handelstag. Der im deutschen Auswahlindex für kleinere Unternehmen gelistete Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik enttäuschte mit dem am Mittwochabend veröffentlichten Ausblick für das Gesamtjahr. Dies, obwohl er an seiner Jahresprognose festhält. Faktisch dürfte er wegen zunehmender Schwierigkeiten bei der Lieferung elektronischer Bauteile aber nur das untere Ende der Prognosespanne erreichen. Der Markt reagierte scharf und stufte die Titel auf ein Kursniveau wie Anfang 2020 zurück.

Wie das Unternehmen aus Lübeck, einer dank ihrer Marzipanproduktion überregional bekannten Stadt nordöstlich von Hamburg, mitteilte, rechne man mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen 5 und 9% sowie einer niedrigeren Ebit-Rendite zwischen 1 und 4%. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 reduzierte sich der Umsatz von gut 792 Mio. € in der Vorjahresperiode auf rund 650 Mio. €. Der vor Zinsen und Steuern resultierende Verlust beträgt 35 Mio. €, nachdem im ersten Quartal 2021 ein Gewinn von 128,9 Mio. erwirtschaftet wurde. Auch die Bruttomarge von zuletzt 46,3% dürfte auf 44 bis 46% abnehmen. Dafür verantwortlich sei hauptsächlich die deutlich geringere Nachfrage nach Beatmungsgeräten und Atemschutzmasken.

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