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Aktie im Blickpunkt

Rohstoffe bremsen Henkel aus.

Wolfgang Gamma

Mehr Tempo im zweiten Quartal, eine höhere Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Für den deutschen Konsumgüterkonzern Henkel sieht es nach sechs Monaten eigentlich gut aus. Aber, und das liess Investoren am Donnerstag leer schlucken, der Gewinn wird davon nicht profitieren. Der Pflegemittel- und Industrieklebstoff-Hersteller belässt die Gewinnprognose unverändert, in der operativen Marge wird sogar etwas Vorsicht eingebaut.

Hintergrund dazu bilden die höheren Einkaufspreise für Rohstoffe und die teils immer noch angespannte Situation in den Lieferketten.

Klebstoffe gefragt

Das Wachstum aus eigener Kraft soll im laufenden Jahr 6 bis 8% erreichen, bisher war ein Plus von 6% als Ziel genannt worden. In den ersten sechs Monaten steigerte Henkel (Marken Persil, Schwarzkopf, Loctite) den Umsatz organisch 11,3% (+4,7% nominal) auf fast 10 Mrd. €. Somit dürften die Wachstumsraten in der zweiten Jahreshälfte deutlich niedriger ausfallen. Hinter der Temposteigerung steckte eine Erholung der Industrie und damit des Klebstoffgeschäfts, wie CEO Carsten Knobel an einer Telefonkonferenz ausführte. Währungsbereinigt habe der Konzern bereits das Vorkrisenniveau von 2019 übertroffen, so Knobel. Auch Konkurrent Beiersdorf hatte im Klebstoffgeschäft einen deutlichen Zuwachs vermeldet.

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