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Aktie im Blickpunkt

Quartalszahlen treiben Sartorius auf Rekordhoch.

Carlo Emanuele Frezza

Während in der Schweiz am Dienstag Logitech (LOGN 75.46 +0.4%) das Geschehen dominierten, waren es in Deutschland im Index für mittelgrosse Unternehmen, im MDax, die Vorzugsaktien von Sartorius (SRT3 570.80 -0.83%), die die Anleger erfreuten. Sie verteuerten sich nach der Publikation des jüngsten Quartalberichts auf ein zwischenzeitliches Rekordhoch von 396.60 €. Den Handelstag beendeten sie etwas tiefer bei 382.40 €. Im Vergleich zum Vortag konnten sie dennoch über 2% steigen.

Sartorius gehört zu den Gewinnern der gegenwärtigen Pandemie. An der Börse ist sie inzwischen knapp 27 Mrd. € wert. Die Vorbereitungen der Biopharma-Kunden für die Produktion von Coronavirus-Impfstoffen und Covid-19-Medikamenten habe zu dem starken Wachstum beigetragen, hiess es vom Management. Wie stark der Laborausrüster davon profitiert, zeigt das Ergebnis des dritten Quartals. Von Juli bis September setzte er 623 Mio. € um, was einem Plus von 35% entspricht. Nach neun Monaten betrug der Zuwachs mehr als ein Viertel auf 1,68 Mrd. €, die entsprechende Marge verbesserte sich daher auf gut 29 von zuvor 26,6% (auf Ebitda-Stufe). Der Konzerngewinn erhöhte sich derweil im dritten Quartal fast 38% auf gut 211 Mio. €.

CEO Joachim Kreuzburg äusserte sich so zum Ergebnis: «Zu dem starken organischen Wachstum kamen zusätzliche Impulse aus der sehr positiven Entwicklung unserer letzten Akquisitionen sowie aus Vorbereitungen unserer Biopharmakunden für die Produktion von Corona-Impfstoffen und Covid-19-Therapeutika.»

Mit den veröffentlichten Zahlen hat sich das Unternehmen abermals besser geschlagen, als von Analysten erwartet wurde. Daher überrascht es nicht, dass Sartorius ihre Jahresziele wieder einmal anhebt. Im laufenden Jahr hat sie ihre Erwartungen bereits mehrfach nach oben korrigiert. Für 2020 rechnet der Laborausrüster neu mit einem Umsatzanstieg am oberen Ende oder leicht über der bisher prognostizierten Spanne von 22 bis 26%. Die Ebitda-Marge dürfte nun bei etwa 29,5% statt wie bislang erwartet bei rund 28,5% liegen.