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Aktie im Blickpunkt

Puma zeigt sich vorsichtig.

Carlo Emanuele Frezza

Die europäischen Indizes zeigten sich am Mittwoch von ihrer ruhigen Seite. Trotz der Aussicht auf eine weitere konjunkturstützende Geldpolitik der US-Notenbank sowie der Europäischen Zentralbank war eine gewisse Skepsis unter den Anlegern bemerkbar. Der deutsche Leitindex Dax (DAX 15'234.16 +0.21%) legte 0,8% zu und der europäische Blue-Chip-Barometer Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3'978.84 +0.03%) avancierte 0,5%.

Eine klare Meinung hatten die Investoren hingegen zu Puma (PUM 92.30 +2.35%). Die Valoren des deutschen Herstellers von Sportartikeln gaben am Mittwoch 2,1% nach und schlossen bei 85.36 €. Auslöser für die Verkaufswelle waren die Jahreszahlen sowie der vorsichtige Ausblick. «2020 war definitiv das schwierigste Jahr, das ich jemals erlebt habe», sagte CEO Björn Gulden.

Pumas Umsatz sank im vergangenen Jahr währungsbereinigt gut 1% auf 5,23 Mrd. €. Ein solides viertes Quartal, in dem der drittgrösste Sportartikelproduzent weitgehend die Schätzungen der Analysten traf, bewahrte ihn vor einem grösseren Minus. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) halbierte sich derweil auf 209 Mio. €.

Für das laufende Jahr zeigt sich Puma vorsichtig. «Die Pandemie ist leider immer noch präsent und wirkt sich negativ auf unser Geschäft aus», blickt Gulden voraus. Die Geschäftsleitung erwartet für 2021 trotz einer erwarteten Erholung im zweiten Halbjahr nur ein moderates Umsatzwachstum. Der Gewinn soll aber wieder deutlich steigen.

Unter Analysten ist die Meinung gegenüber Puma uneinheitlich. Baader Bank sowie Jefferies haben am Mittwoch ihre Einschätzung zum Sportartikelhersteller angepasst. Während Baader von einem Investment bei einem Kursziel von 80 € abrät, empfiehlt Jefferies die Titel zum Kauf und sieht sie bei 90 € fair bewertet.

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