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Aktie im Blickpunkt

Aston Martin hofft auf bessere Zeiten.

Carlo Emanuele Frezza

Am vorletzten Handelstag der Woche dominierten zahlreiche Unternehmensabschlüsse das Geschehen an den europäischen Börsen. Der Tenor war bei den meisten Unternehmen wenig überraschend derselbe. Die Pandemie hat vielen einen Strich durch die Rechnung gemacht – auch bei Aston Martin (AML 2'059.00 +2.95%).

Der britische Sportwagenhersteller rutschte 2020 noch tiefer in die roten Zahlen, als das im Vorjahr noch der Fall war. Konkret fiel ein Verlust vor Steuern von 466 Mio. £ an. Damit hat sich das Minus von 119,6 Mio. im Jahr zuvor fast vervierfacht. Dass 2020 nicht nach Plan verlaufen ist, zeigt auch der gesunkene Absatz. Im vergangenen Jahr veräusserte Aston Martin mit 4150 Sportwagen gut einen Drittel weniger als im Vorjahr.

Nichtsdestotrotz hat Aston Martin den Glauben an bessere Zeiten nicht verloren. Die Geschäftsleitung äusserte sich zuversichtlich, im vergangenen Jahr mit dem Konzernumbau die Basis für künftiges Wachstum gelegt zu haben. Im laufenden Jahr strebt sie Umsatzzuwächse und erste Schritte in Richtung Profitabilität an. Das Management der legendären Marke, die durch zahlreiche Auftritte in James-Bond-Filmen an Bekanntheit gewann, will 2021 rund 6000 Autos verkaufen. Bis 2025 sollen dann bis zu 10’000 Autos pro Jahr abgesetzt und einen Umsatz von etwa 2 Mrd. £ erzielt werden.

Um diese hochgesteckten Ziele zu erreichen, setzt Aston Marin auf neue Modelle. Eines davon ist der Aston Martin DBX, der im Spätsommer auf den Markt gekommen ist. Vor allem in Nordamerika, aber auch in der Schweiz erhofft sich der Autobauer, mit dem Fahrzeug eine neue Zielgruppe anzusprechen.

Die Hoffnung auf Besserung ist bei den Anlegern am Donnerstag gut angekommen. Die Aktien legten an der Londoner Börse zwischenzeitlich über 10% auf 2200 p zu und markierten damit ein Einjahreshoch. Den Handelstag beendeten sie mit Avancen von rund 7%. Nicht ganz so optimistisch zeigen sich die Analysten gegenüber Aston Martin. Es liegen acht Schätzungen vor, und die Mehrheit empfiehlt, die Aktie zu halten.

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