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Aktie im Blickpunkt

Quo vadis, Telecom Italia?

Carlo Emanuele Frezza

In Italien ist der grösste Telecomanbieter derzeit täglich in den Schlagzeilen. Das, weil er mitten in einem Übernahmepoker steht. Der US-Finanzinvestor KKR bekundet grosses Interesse an Telecom Italia. Zum Wochenstart hat er sogar eine erste Offerte unterbreitet. Er bietet 0.505 € je Aktie bzw. insgesamt knapp 11 Mrd. €. Das Angebot entspricht einem Aufschlag von knapp 46% auf den Schlusskurs der Valoren vom Freitag.

Doch der Grossaktionär Vivendi will von einem Verkauf seines Aktienpakets, für das er im Schnitt 1.071 € je Titel bezahlt hat, nichts wissen. Der französische Medienkonzern hält rund 24% an Telecom Italia. Es gebe keine Pläne, die Beteiligung zu verkaufen, lässt sich die Geschäftsleitung in einer Medienmitteilung zitieren. Vivendi möchte vielmehr den Manager Luigi Gubitosi austauschen. Denn die Geschäfte des italienischen Konzerns und ehemaligen Monopolisten laufen seit längerem nicht mehr rund, und der Sechzigjährige ist laut Vivendi einer der Hauptverantwortlichen dafür.

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