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Aktie im Blickpunkt

Mehr als eine spanische Hafenstadt.

Eflamm Mordrelle

Vergisst man einen Moment das Trauerspiel, das Schweizer Banken wie Credit Suisse (CSGN 9.39 +0.86%) derzeit bieten, so läuft es im europäischen Finanzsektor momentan ziemlich rund. Nachdem sogar die krisengeschüttelte Deutsche Bank (DBK 11.32 +2.54%) ihr bestes Quartalsergebnis seit 2014 vorlegen konnte, legte auch Santander, die grösste spanische und nach Kapitalisierung zweitgrösste Bank Europas, ein starkes Quartalsergebnis vor und übertraf die Erwartungen der Analysten.

Dank eines besonders starken Geschäftsgangs in den USA konnte Santander einen Quartalsgewinn von 1,6 Mrd. € verbuchen, in der bereits von der Pandemie beeinträchtigten Vorjahresperiode waren es lediglich 331 Mio. €. Nun bewegt sich Santander profitmässig fast wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie.

Der US-Markt wuchs dank der dortigen Fiskalstimuli um 8% und steuerte 616 Mio. € zum Gewinn bei. Auch das Corporate und Investment Banking sahen einen klaren Gewinnsprung. Derweil operiert die geografisch stark diversifizierte Bank per Ende März mit einer Kapitalquote (CET-1) von 11,9% und damit nur wenig tiefer als jene der Schweizer Grossbanken.

Die in Madrid kotierten Banco-Santander-Aktien reagierten schon im Vorfeld der Publikation positiv auf das Zahlenset und avancierten 5%. Seit Anfang Jahr haben die Titel ein Fünftel gewonnen, im Vergleich zu vor einem halben Jahr gar fast 90%. Santander ist gut aufgestellt, um weiterhin von der konjunkturellen Erholung zu profitieren.

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