Märkte

Aktien der Schwellenländer sind kein Kauf

«Finanz und Wirtschaft» erklärt, wann die Emerging-Market-Börsen punkten können. Im Moment spricht wenig dafür, dass sie das Risiko wert sind.

Früher waren Aktien der Schwellenländer eine riskante, aber lohnenswerte Investition. Anleger konnten sich mit ihnen am höheren Wachstum in diesen Ländern beteiligen. Für das Risiko wurde man mit einer Überrendite gegenüber Industrieländeraktien entschädigt. Doch das ist nicht mehr garantiert. So sind die Titel zuletzt deutlich schlechter gelaufen als ein globaler Aktienkorb. Seit Anfang 2019 haben die Schwellenländer etwa 15 Prozentpunkte (Pp) auf den Weltindex verloren.

Die aktuelle Underperformance kann man nicht auf das Coronavirus schieben – sie fing schon fast vor einem Jahr an. Und sie ist nicht einer nebulösen Stimmung geschuldet, sondern folgt einem grösseren Rückgang der Unternehmensgewinne in den Emerging Markets als in den Industrieländern. Es sieht auch weiterhin nicht gut aus: Die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr könnten nach einer Stabilisierung in den vergangenen drei Monaten nun wieder absacken, erwarten etwa Analysten von Morgan Stanley.

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