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«Die Aktienmärkte sind viel zu hoch bewertet»

Crispin Odey, Hedge-Fund-Manager, über Leerverkäufer, wie er den Wirecard-Skandal erlebte und weshalb er einen Inflationssprung erwartet.

Wieder einmal lag die britische Hedge-Fund-Legende Crispin Odey in der Krise richtig. Nach einigen mauen Jahren hat er mit seinen Wetten gegen Wirecard und die britische Immobiliengesellschaft Intu Properties ins Schwarze getroffen und damit gemäss Bloomberg rund 100 Mio. £ verdient. Allerdings dürfte die Zukunft für Leer­verkäufer wegen der massiven In­terventionen der Zentralbanken immer schwieriger werden, wie Odey im Interview mit «Finanz und Wirtschaft» sagt. Viele Akteure hätten sich bereits aus dem Markt zurückgezogen.

Herr Odey, die vergangenen Wochen haben die Wirtschaft wie kaum je zuvor auf die Probe gestellt. Schwankende Märkte ­müssten für Leerverkäufer doch gut sein?
Es wird in diesen Marktverhältnissen je länger, desto schwieriger. Deshalb kapi­tuliert jeden Tag der eine oder andere Hedge Fund, und es wird ausgesprochen ungemütlich, eigene Short-Posi­tionen zu halten. Viele aus unserer Branche haben sich aus dem Leerverkaufs­geschäft zurückgezogen.

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