Unternehmen / Ausland

Aktienrückkäufe schlagen Investitionen

Amerikanische Unternehmen reagieren auf die Steuerreform. Der Hauptteil der verfügbaren Mittel fliesst in die Taschen der Aktionäre.

Apple ist das Paradebeispiel. Der IT-Koloss zeigt, was US-Gesellschaften mit dem Gewinn aus der Steuerreform machen. Auf Anfang Jahr hatte die US-Regierung die Unternehmenssteuer von 35 auf 21% gesenkt und die Repatriierung von Gewinnen aus dem Ausland attraktiver gemacht. Apple kündigte darauf im Januar an, den Grossteil der 252 Mrd. $ im Ausland geparkten Gelder in die Vereinigten Staaten zurückzuführen. Dafür zahlt der Hersteller des iPhone der Regierung eine einmalige Gebühr von 38 Mrd. $.

Die Steuersenkung soll Unternehmen dazu verlocken, den Gewinn in Produktionsanlagen im Inland zu investieren und damit die Wirtschaft anzukurbeln. Entsprechend versprach Apple, über die nächsten fünf Jahre 30 Mrd. $ zu investieren. Damit sollen in den USA mehr als 20 000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist zwar eine grosse Zahl, aber nur ein Bruchteil dessen, was Apple für die eigenen Aktionäre ausgibt. Denn Anfang Mai kündigte Apple ein Rückkaufprogramm über 100 Mrd. $ an. Das entspricht fast der Hälfte der Staatsschulden der Schweiz.

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