Märkte / Rohstoffe

Aktionäre klagen gegen Glencore

Wegen mutmasslicher Korruptionsaffären in mehreren Ländern muss sich der Rohstoffkonzern auf mindestens zwei Prozesse in den USA einstellen. Die Aktien geben deutlich nach.

Laura Elmiger

(Reuters) Auf den britisch-schweizerischen Rohstoffkonzern Glencore (GLEN 308.85 2.93%) kommen in den USA im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre mindestens zwei Prozesse zu. Aktionäre werfen dem Unternehmen vor, falsche und irreführende Erklärungen abgegeben zu haben. Das geht aus den beiden Klagen hervor, die am Montag in Newark im Bundesstaat New Jersey sowie am Mittwoch in New York eingereicht wurden. Glencore reagierte am Mittwochabend zunächst nicht auf Anfragen.

Die US-Behörden nehmen in den Korruptionsermittlungen das Bergbaugeschäft von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo, in Venezuela sowie in Nigeria unter die Lupe. Dabei soll es verdächtige Zahlungen gegeben haben. US-Gesetze stellen Schmiergeld auch im Ausland unter Strafe.

Am Mittwoch erklärte Glencore, mit dem US-Justizministerium zusammenzuarbeiten. Demnach hat das in Baar ansässige Unternehmen ein Gremium eingerichtet, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Das Komitee wird von Verwaltungsratspräsident Tony Hayward geleitet.

Die Glencore-Aktie schloss am Mittwochabend mit einem Minus von fast 5%.

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