Märkte / Aktien

«Aktive Fonds müssen günstiger werden»

Exchange Traded Funds (ETF) oder aktive Fonds? Nach Kosten ist es für aktive Fondsmanager nicht einfach, Mehrwert zu erwirtschaften – noch nicht.

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage auf fuw.ch, wie Anleger ihre Aktienrisiken streuen, antworteten über 80% von 1600 Teilnehmenden: «mit Einzeltiteln». Nur 6% sagten, sie bevorzugten dafür aktive Fonds. Herr Weber, erschreckt Sie das?
Weber: Es ist etwa das, was man erwartet. Kauft ein Anleger einen Einzeltitel, zum Beispiel Roche, hat er das Gefühl, er wisse, was er habe. Bricht der Kurs ein, denkt er über einen Zukauf nach, weil er die Aktie für noch günstiger hält. Ein Fonds ist anonymer. Verliert er an Wert, ist für den Investor der Manager schuld, selbst wenn er nur Roche im Fonds hätte. Hinzu kommt, dass ein Fonds als teuer empfunden wird, während ETF das Image haben, günstig zu sein. Auf Beraterseite müssen bei Fonds verschiedene Hürden überwunden werden. So ist beim Verkauf seit dem 1. Januar ein Beratungsprotokoll zu erstellen. Bei Direktinvestments für einen Kunden fällt dieser Aufwand weg, obwohl beispielsweise bei Aktien einer russischen Nickelmine das Risiko grösser ist.

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