Unternehmen / Gesundheit

Alcon verdrängt Julius Bär aus dem SMI

Das von der SIX gewählte Prozedere für die Indexanpassung ist eine Herausforderung für die Fondsmanager.

Jetzt ist es endlich raus: Es sind die Titel von Julius Bär (BAER 44.32 1.6%), die aus dem SMI (SMI 10064.46 0.46%) fallen, sobald die von Novartis (NOVN 85.88 0.12%) abgespaltene Alcon (ALC 59 -0.51%) am 9. April an die Börse kommt.

Gemäss einer Information der Börse vom Dienstagabend wird der Titelwechsel gestaffelt durchgeführt. Alcon kommen am 9. April in den SMI, Julius Bär fallen per 10. April weg. Der SMI wird demnach für einen Tag 21 Aktien umfassen.

Dafür wird Julius Bär ab dem 10. April neu im SMIM (SMIM 2590.669 0.31%), im Index der Mid Caps, figurieren. Er umfasst dreissig Werte. Entsprechend muss auch hier einer über die Klinge springen: Es sind die Valoren des Bäckereikonzerns Aryzta (ARYN 0.9388 0.86%). Dieser Wechsel wird in den Fonds und den ETF, die auf den SMIM ausgerichtet sind, zu grösseren Anpassungen führen, denn Julius Bär ist mit einem Börsenwert von 9 Mrd. Fr. um ein Vielfaches gewichtiger als die krisengeschüttelte Aryzta (1,3 Mrd. Fr.).

Im Vorfeld des Indexentscheids haben einige von der FuW kontaktierte Fondsmanager die Hoffnung geäussert, die Indexmutationen würden gestaffelt über einige Tage umgesetzt werden. Ein solches Prozedere würde es ihnen einfacher machen, die Indexänderungen in ihren Fonds nachzubilden, ohne damit grössere Kursausschläge zu provozieren.

Solche könnte es nun durchaus geben, da die Mutationen nun quasi über Nacht vollzogen werden. Ein Fondsmanager, der etwa den SMIM nachbildet, muss nun Julius Bär in sein Portfolio aufnehmen und dort entsprechend ihrem Gewicht im SMIM (rund 5%) abbilden. Der Verkauf von Aryzta schafft zu wenig Platz, er muss auch die restlichen Positionen, vor allem die höher gewichteten, reduzieren. Das zieht recht umfangreiche Transaktionen nach sich. Am 9. und 10. April ist daher in einzelnen der genannten Papiere mit grösseren Ausschlägen zu rechnen.

Auch für SMI-Tracker wird die Indexmutation knifflig. Denn mit Alcon kommt kein neuer Wert in den SMI, sondern ein bestehender, Novartis, wird aufgespalten. Weil dennoch ein Titel rausfällt, gewinnen die übrigen Valoren an Gewicht. Auch das macht Anpassungen nötig.

Alcon werden ferner auch Teil des SLI Swiss Leader Index sein. Sie verdrängen hier per 10. April die Werte der Duty-free-Kette Dufry (DUFN 84.14 0.48%). Und Adecco (ADEN 56.6 0.28%) werden aus dem SPI (SXGE 12201.76 0.4%) Large in den SPI Mid wechseln und verdrängen Meyer Burger (MBTN 0.414 6.43%) in den SPI Small.

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