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Alkoholgehalt der Weine

Immer wieder erhalten wir Anfragen von Kunden, die Weine mit einem möglichst tiefen Alkoholgehalt wünschen.

Schwander

Die Absicht, weniger Alkohol aufzunehmen, ist an sich löblich, allerdings ist sie bei einem Alkoholgehalt des Weines zwischen rund 12 bis 15 Vol. % kaum relevant. So bat mich unlängst ein Kunde, ihm sämtliche Weine der Selection Schwander anzugeben, die einen Alkoholgehalt von weniger als 13 Vol. % Alkohol aufweisen. Er konsumiere aus Prinzip keine Weine mit einem Gehalt von mehr als 13 Vol. %.

Hierzu ist Folgendes wissenswert:

1. Ob ein Wein 12.5 Vol. % oder 14 Vol. % enthält, macht in Gramm Alkohol herzlich wenig aus und stellt auch keine bedeutende Mehrbelastung für den Organismus dar. Ausschlaggebend ist in erster Linie die konsumierte Getränkemenge.

Beispiel: Sie trinken eine halbe Flasche Wein (3.75 dl). Bei 12.5 Vol. % (Landwein) nehmen Sie 37.5g Alkohol zu sich, bei einem schweren Wein mit 14 Vol. % sind es lediglich 4.5g Alkohol mehr nämlich 42g.
Wer beispielsweise einen Wein mit tiefem Alkoholgehalt geniesst und anschliessend noch einen kleinen Schnaps (25ml), würde jedoch 8g, also fast doppelt so viel Alkohol mehr zu sich nehmen als derjenige, der sich lediglich auf den höherprozentigen Wein beschränkt und keinen Schnaps bestellt.
Der Beobachter hat auf seiner Homepage einen Alkoholrechner publiziert, mit dessen Hilfe dieser Sachverhalt dargestellt werden kann. Wer trinkt und fahren muss, sollte beachten, dass er auf keinen Fall Alkohol auf nüchternen Magen aufnimmt. Sobald zum Essen Alkohol konsumiert wird, gelangt dieser weniger schnell ins Blut. Unvorteilhaft ist es, Schaumweine auf nüchternen Magen zu konsumieren. Die Kohlensäure bewirkt, dass der Alkohol schneller ins Blut überführt wird. Grundsätzlich sollte jedoch auf Alkohol verzichtet werden wenn man ein Auto steuert!

2. Wichtig zu wissen ist auch, dass ein Unterschied von 1.5 Vol. % Alkohol geschmacklich dagegen sehr viel bewirken kann. Obwohl prozentual unbedeutend, machen 1.5 Vol. % mehr Alkohol einen Wein deutlich runder und milder. Er kann auch früher konsumiert werden. Je geringer der Alkoholgehalt ist, desto magerer und unter Umständen auch strenger wirkt der Wein. Aus diesem Grund erntet man heute für gewöhnlich deutlich später, um einen höheren Zuckergehalt der Trauben und dadurch einen höheren Alkoholgehalt zu erzielen. Es zeigt ich, das die meisten Konsumenten Weine mit dem etwas höheren Alkoholgehalt bevorzugen. Der Wunsch, einen abgerundeten, vollmundigen Wein mit wenig Alkohol zu bekommen, kann am ehesten mit der Nachfrage nach Light-Würsten ohne Fett verglichen werden, die gut schmecken sollen.

3. Verlassen Sie sich nie auf den auf dem Etikett aufgedruckten Alkoholgehalt. Vom Gesetz her darf der Alkoholgehalt in der Schweiz und der EU um 0.5 Vol. % variieren. Das heisst, ein Wein, auf dessen Etikett 12.5 Vol. % steht, kann genauso gut 13 Vol. % aufweisen. Vielfach wird heute zudem bewusst ein deutlich tieferer Alkoholgehalt auf dem Etikett vermerkt, denn die Gefahr, dass dies bei einer Kontrolle entdeckt wird, ist gering. So enthalten heute viele Bordeaux 14 Vol. % (v. a. diejenigen aus Saint-Emilion und Pomerol), selbst wenn oft nur 12.5 Vol. % auf dem Etikett verzeichnet sind. Wird in unseren Broschüren in den Degustationsnotizen der Alkoholgehalt notiert, handelt es sich indes um den tatsächlichen Alkoholgehalt.

Philipp Schwander empfiehlt

Domaine La Réméjeanne «Selection Schwander» (rot) 2016

Côtes-du-Rhône a.c.

60% Grenache, 40% Syrah

 

Leuchtendes Purpur; überschwengliches, vom Grenache geprägtes Bouquet; am Gaumen weich, warm und verführerisch, mit Aromen von reifen, roten Beeren, attraktiv und beschwingt.

Ein idealer Begleiter zu klassischen, herzhaften Gerichten. Servicetemperatur 16 °C, konsumbereit ab jetzt, haltbar bis mindestens Ende 2021.

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