Märkte / Derivate

Alle sollen für ihre Emissionen bezahlen

Im Rahmen des Massnahmenpakets «Fit for 55» weitet die EU das Emissionshandelssystem aus. Ein Mechanismus soll schmutzige Importe verteuern.

Die EU macht Ernst im Kampf gegen den Klimawandel. Vergangene Woche hat die Kommission das Massnahmenpaket «Fit for 55» verabschiedet. Es umfasst rund ein Dutzend Direktiven und Gesetzesvorschläge, mit denen das Ziel erreicht werden soll, die Emissionen bis 2030 gegenüber dem Stand von 1990 um 55% zu senken (vgl. Liste unten).

Kernstück ist der Ausbau des Emissionshandelssystems (EU ETS). Das 2005 lancierte Handelssystem mit einer Emissionsobergrenze (Cap) hat massgeblich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in der EU beigetragen. Das marktwirtschaftliche Instrument funktioniert über Anreize: Verschmutzungsrechte werden versteigert und dann innerhalb der Obergrenze gehandelt. Anlagenbetreiber, die am Jahresende nicht genügend Zertifikate vorweisen können, werden gebüsst. Damit die Gesamtemissionen abnehmen, wird die Obergrenze im Laufe der Zeit verringert. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?