Unternehmen / Energie

Alpiq-Aktionäre haben keine Wahl

Analyse | Um Alpiq zu dekotieren, werden dem Publikum 70 Fr. pro Titel geboten. CSA, EOS und KSM werden früher oder später alleinige Eigentümer sein.

Es ist bitter für die Publikumsaktionäre des Westschweizer Energiekonzerns: 2009, nach dem Zusammenschluss von Atel und EOS zu Alpiq, kostete eine Aktie auf dem Höhepunkt der Energiepreise 550 Fr. Nun haben sie vom neuen Kernaktionär CSA Energie-Infrastruktur Schweiz, einer von der Credit Suisse beratenen Anlagestiftung für Energie-Infrastruktur, ein Übernahmeangebot zu 70 Fr. erhalten. Die Angebotsfrist soll gemäss der Alpiq-Mitteilung vom Mittwoch am 24. Juli starten. Die Übernahme soll «voraussichtlich» am 9. Oktober abgeschlossen sein, anschliessend werde «zeitnah» eine Dekotierung beantragt.

Am Dienstagabend hatte EDF mitgeteilt, den geplanten Verkauf ihres 25%-Anteils zu ebenfalls 70 Fr. je Titel vollzogen zu haben. CSA sowie die beiden bisherigen Aktionärsgruppen EOS und KSM halten nun zusammen 87,91% der Titel. Sie planen, die Alpiq-Aktien künftig zu je einem Drittel zu halten. Die noch ausstehenden 12% dürften die Aktionäre wie Martin Ebner ungern abstossen, zumal Ebner beispielsweise die Titel für die Kunden seiner BZ-Bank zu 310 Fr. erworben hatte.

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