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Alpiq zahlt Hybridanleihe nicht vorzeitig zurück

Zinsanpassung reduziert die Zinskosten für den Energiekonzern.

(AWP) Alpiq (ALPH 70.1 0%) will eine nachrangige Hybridanleihe nicht vorzeitig zurückzahlen. Der Energiekonzern hätte das Recht, eine seit 2013 laufende unbefristete Anleihe über 650 Mio. Fr.  erstmals per 15. November zu begleichen.

Alpiq begründet den Verzicht auf die vorzeitige Rückzahlung mit ihrer Finanzstrategie.  Die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung sei wichtig und der Abbau von vorrangigem  Fremdkapital habe Priorität, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Hybridanleihen, als nachrangiges Kapital, werden aus Sicht der Ratingagenturen anteilig zum Eigenkapital und zum Fremdkapital gezählt.

Die Halter der Anleihe müssen für die weitere Laufzeit mit einem etwas tieferen Zins rechnen. Der Coupon der Anleihe wird am 8. November für die nächste Fünfjahresperiode neu berechnet.

Der derzeitige Zins von 5 % wird letztmals am 15. November bezahlt. Danach könnte der Zins sinken. Denn der anwendbare Referenzzinssatz könne negativ sein, schrieb Alpiq. Zusammen mit der Marge von 4,5725 Prozent könne somit ein tieferer Jahrescoupon resultieren.

Keine Änderungen erfahren die zusätzlich ausstehenden und seit 15. März 2015 nicht mehr verzinsten Hybriddarlehen der Alpiq-Konsortialaktionäre über insgesamt 366,5 Mio Fr. Alpiq hat insgesamt 1  Mrd. Fr. an Hybridkapital ausstehend.

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