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Ein Artikel aus dem Dossier Nonvaleur
Dossiers

Als das Zarenreich ein «Emerging Market» war

Von Belgien nach Belarus: Anno 1898 wurde die Société Anonyme Russo-Belge La Linière de Witebsk gegründet, mit Sitz in Gent. Belgien war damals eines der höchstindustrialisierten Länder Europas, Ostflandern ein Zentrum der Leinenindustrie. Vom bedeutenden Finanzplatz Brüssel aus wurde belgisches Kapital weltweit angelegt, in australischen Bergbaugesellschaften ebenso wie in vielen Strassenbahnunternehmen des Zarenreichs, zu dem Weissrussland damals gehörte.

Die Göttin der Industrie und des Fortschritts posiert hier, auf dieser schmucken Aktie (nennwertlos, doch dividendenberechtigt), neben einem Spinnrad, im Hintergrund ein Fabrikgebäude: Sinnbild für den Übergang von der handwerklichen zur maschinellen Verarbeitung von Flachsfasern. Die Darstellung stammt vom Belgier Charles Posch, dem wahrscheinlich produktivsten Wertschriftenkünstler seiner Zeit. Die Linière de Witebsk wollte die Leintuchherstellung im Reich der Romanows auf den Stand der Technik bringen.

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