Märkte / Makro

Als Italien am Abgrund stand

Mit einem Brief versucht die EZB im August 2011 Italiens Regierung politisch auf Kurs zu bringen – ein einmaliger Vorfall.

Vor zehn Jahren steht Italien finanziell und politisch am Abgrund. Am 5. August 2011 fordert die Euro­päische Zentralbank (EZB) in einem Brief die Regierung in Rom unmissverständlich dazu auf, den wirtschaftspolitischen Kurs zu ändern.

Nie zuvor haben sich die Währungshüter so offensiv in die politischen Angelegenheiten eines Mitgliedsstaates eingemischt – ausgenommen im Falle Griechenlands, das sich ein Jahr zuvor de facto für zahlungsunfähig erklärt hatte. Und zudem wirkte die EZB damals auch nur im Team mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds auf die Verantwortlichen in Athen ein.

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