Märkte / Makro

Alte Unsitten im Markt für Automobilkredite

In den USA steigt der Anteil an Subprime-Autodarlehen.

Laxe Vergabepraktiken waren ein zentraler Faktor, der zur Kreditblase am US-Immobilienmarkt beitrug. Nur wenige Jahre später scheinen sich die alten Unsitten zu wiederholen – dieses Mal allerdings nicht im Geschäft mit Hypotheken, sondern mit Automobilkrediten. Dass hier immer mehr Darlehen mit zweifelhafter Schuldnerqualität (Subprime) vergeben werden, ist zwar unschön. Panik ist dennoch nicht angebracht. Allein schon das Volumen ist deutlich kleiner als im Hypothekarmarkt – und damit das Schadenpotenzial für die Gesamtwirtschaft begrenzt.

Viele Amerikaner sahen sich im Nachgang der Finanzkrise 2008/09 gezwungen, den Gürtel enger zu schnallen und Schulden abzubauen. Das belastete die Autokredite – wenn auch nur kurzzeitig. Bereits seit Frühling 2010 steigen die Volumen wieder stetig und notieren derzeit auf einem Allzeithöchst. Denn sich in den USA ein neues Gefährt auf Pump zu kaufen, gehört fast schon zum guten Ton: 2013 wurden 80% aller Anschaffungen mithilfe von Krediten finanziert – deutlich mehr als im Rest der Welt.

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