Der Melbourne Mercer Global Pension Index ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Monash University in Melbourne, Australien, und des Beratungsunternehmens Mercer. Der MMGPI, hier die elfte jährliche Erhebung, vergleicht 37 Rentensysteme hinsichtlich Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität. Der Index wird anhand von vierzig Indikatoren erhoben und teilt sich in die angesprochenen drei Subindizes: Die Angemessenheit (gewichtet mit 40%) erfasst die gewährten Versorgungsleistungen, die Nachhaltigkeit und die Integrität (je 35%) die Dauerhaftigkeit bzw. die Vertrauenswürdigkeit des Systems. Das Schweizer Pensionskassenwesen erreicht einen Gesamtwert von nur 66,7 und die mässige Note B, weit hinter Dänemark und den Niederlanden, den einzigen Ländern mit der Spitzennote A. Vor allem im Subindex Angemessenheit ist die Schweiz auf die ganze Vergleichsgruppe gesehen sogar unterdurchschnittlich – anderswo sind die Ersatzquoten oft weit komfortabler. In Dänemark und den Niederlanden steigt zudem das Rentenalter mit der tatsächlichen Lebenserwartung, was das System nachhaltiger macht und höhere Leistungen erlaubt – doch dieses sinnvolle Rezept dürfte in den ergrünten eidgenössischen Räten künftig noch chancenloser sein als bisher. In den Niederlanden sind die Pensionszahlungen ferner an den Deckungsgrad der Pensionskassen gekoppelt.