Unternehmen / Industrie

Altpapier ist plötzlich gesucht und teuer geworden

Deutlich höhere Kosten für Altpapier veranlassen CPH zu Preiserhöhungen. Der Kapazitätsüberhang für Zeitungspapier dürfte sich ab 2022 verringern.

Für den Papier-, Chemie- und Verpackungshersteller CPH war das von Corona geprägte Jahr 2020 schwierig. Das Papiergeschäft, seine umsatzmässig wichtigste Sparte, verbuchte 26% weniger Umsatz und war auf Stufe Betriebsgewinn leicht in die roten Zahlen gerutscht. Die Pandemie hatte den strukturellen Rückgang der Nachfrage nach Zeitungspapier verstärkt und den Papierpreis unter Druck gesetzt. In den zwei Jahren davor hatte sich Letzterer leicht erholt, nachdem die Papierhersteller europaweit ihre Kapazitäten stetig verringert hatten.

Für 2021 hat CPH anlässlich der Jahresmedienkonferenz im Februar erneut ein rotes Betriebsergebnis im Papierbereich prognostiziert. Dann schwappte der Inflationsdruck auf den Rohstoffmärkten auf den Papiersektor über und bewirkte einen Preisschub. CPH hat Ende April eine Preiserhöhung für Zeitungspapier um 80 € pro Tonne auf Anfang Juli angekündigt. Gemessen am durchschnittlichen letztjährigen Marktpreis entspricht dies einem Anstieg um rund 18%. Allerdings sind die Preise Anfang 2021 noch gesunken. Entsprechend geht die Erhöhung von niedrigerem Niveau aus. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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