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Amazon, J.P. Morgan und Buffett planen Krankenversicherung

Die zwei Megakonzerne und Star-Investor Warren Buffett wollen die Gesundheitsversorgung ihrer Mitarbeiter selbst in die Hand nehmen.

(Reuters) In den USA wollen drei Mega-Konzerne die Gesundheitsversorgung ihrer Mitarbeiter selbst übernehmen. Der weltgrösste Onlinehändler Amazon (AMZN 1764.03 -0.38%), die grösste US-Bank JP Morgan und die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (BRK.A 314477 0.41%) des Starinvestors Warren Buffett kündigten am Dienstag die Gründung eines eigenen Unternehmens an, um die Gesundheitskosten für ihre Beschäftigten zu senken. «Die ausufernden Kosten des Gesundheitswesens wirken sich wie ein hungriger Bandwurm auf die amerikanische Wirtschaft aus», erklärte Buffett. «Unsere Gruppe hat zwar keine Antworten auf dieses Problem. Aber wir akzeptieren es auch nicht als unvermeidlich.»

Das neue Unternehmen soll «frei von gewinnbringenden Anreizen und Einschränkungen sein» und soll sich zunächst darauf konzentrieren, eine «vereinfachte, qualitativ hochwertige und transparente Gesundheitsversorgung zu angemessenen Kosten» für die mehr als 500.000 Mitarbeiter der Konzerne in den USA zu bieten. Die Pläne befänden sich aber noch in einer frühen Phase. An der Börse riss die Ankündigung gleichwohl die Papiere von Krankenversicherungen wie UnitedHealth (UNH 265.3 -0.57%), Anthem und Cigna (CI 210 -1.29%) in die Tiefe. Aber auch die Aktien von Drogerie- und Apothekenketten wie CVS und Walgreens Boots oder Pharmahändlern wie Cardinal Health (CAH 53.19 -0.43%) und McKesson (MCK 132.39 -0.23%) liessen kräftig Federn.

In den USA steigen die Gesundheitsausgaben jedes Jahr schneller als die Inflation und machten im vergangenen Jahr 18% der US-Wirtschaft aus. Medienberichten zufolge hat sich Amazon bereits das Pharmageschäft und den Vertrieb angesehen. Investoren im Gesundheitssektor fürchten, dass der Technologiegigant der Branche ein ebensolcher Konkurrent werden könnte wie er es dem Einzelhandel wurde.

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