Die italienische Regierungskrise hat Europa zu einem ungünstigen Zeitpunkt erreicht. Denn seit Monaten verliert die Konjunktur der Eurozone an Fahrt. Und bei einer schwächelnden Wirtschaft mit weniger Steuereinnahmen werden Verteilkämpfe härter und die politischen Gräben besser sichtbar.

Im ersten Quartal ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Währungsunion nur noch 0,4% gewachsen, nach einem Zuwachs von 0,7% im Vorquartal. Diese Verlangsamung scheint sich im zweiten Quartal fortzusetzen: Die Frühindikatoren jedenfalls zeigen noch keine Trendumkehr an.

Sinkende Industrie-PMI

Der Industrie-Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index, PMI) der Eurozone zum Beispiel ist im Mai von 56,2 auf 55,5 gefallen. Es ist der fünfte monatliche Rückgang in Folge und zeigt eine Verlangsamung des Wachstums auf hohem Niveau an. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?