Schon Frank Sinatra trällerte davon: «If I can make it there I’ll make it anywhere, it’s up to you, New York, New York.» Der Grossraum New York/Newark/New Jersey erwirtschaftete 2018 – das sind die letzten verfügbaren Zahlen, also noch ohne Covid-Abschlag – ein Bruttosozialprodukt von beinahe 1800 Mrd. $. Das allein ist etwas mehr als die Wirtschaftsleistung Italiens oder einiges mehr als diejenige Russlands. Der Vorsprung auf die wirtschaftlich zweitwichtigste Region der USA, den Grossraum Los Angeles/Long Beach/Anaheim, ist beträchtlich. Diese Agglomeration kommt auf etwa 1000 Mrd. $; das entspricht ungefähr der Wirtschaftsleistung Mexikos. Auf dem dritten Platz folgt mit Chicago ein Wirtschaftszentrum, das nicht an einer der Küsten, sondern im Kernland liegt; dort wird etwa ein BIP von knapp demjenigen der Schweiz erarbeitet. Die hier angeführten zehn wichtigsten Städte haben in den vergangenen Jahren überdurchschnittliches Wachstum verbucht; nun fragt sich, ob die Covid-bedingte Dezentralisierung der Arbeit – vom Grossraumbüro in der Grossstadt zum stillen Kämmerlein irgendwo in einer ländlichen Gegend mit günstigen Wohnkosten – diesen Trend zur Konzentration bremst oder gar umkehrt. Übrigens neigt die Wählerschaft in den fünf führenden Metropolitanregionen zu den Demokraten. Doch schon 2016 zeigte sich: Es ist ein Fehler, das «Flyover Country» zu vernachlässigen.