Meinungen

Ampel auf Grün

Die Stimmung rund um Tech-Aktien ist günstig. Ein Kommentar von FuW-Chefredaktor Jan Schwalbe.

«Der Zeitpunkt ist noch immer günstig, um Positionen im Tech-Universum aufzubauen.»

Gegen Tech-Aktien zu wetten, hat sich in den letzten Jahren nur selten ausgezahlt. Als Faustregel gilt: in Schwächephasen zukaufen. Zuletzt wurden Investoren in US-Tech-Unternehmen Mitte Februar vorsichtig, als der Nasdaq-Composite-Index 10% verlor. Auch da ging die Regel mit dem Zukaufen auf. Der Nasdaq steht bereits wieder 20% höher auf einem Allzeithoch.

Dass die nächste Korrektur bestimmt kommt, wissen wir alle. Diese auf den Punkt vorherzusagen, ist unmöglich. Doch es gibt Hilfsmittel, die zeigen, wie der Markt im Moment tickt. Ein Gradmesser dafür sind für mich die zweimal im Monat von der Nasdaq veröffentlichten Short-Interest-Positionen.

Dort gilt als Faustregel: Steigen die Short-Positionen und sind sie auch insgesamt hoch, ist der Markt nervös, und es braucht nicht viel, um eine Korrektur auszulösen. Fallen die Short-Positionen, ist das ein gutes Zeichen. Zwar gibt es auch hier sogenannte Contrarians, die Extremsituationen beobachten und gegen die Stimmung wetten. Doch ich gehöre da zu den Puristen.

Am Montag veröffentlichte die Nasdaq die jüngsten Daten. Unter dem Strich wurden in den ersten beiden Juli-Wochen 0,65% weniger Aktien leer verkauft als in der letzten 14-Tage-Periode. Das sind gute Nachrichten und bestätigt das Bild der letzten Monate. Im Moment braut sich kein Gewitter über Tech-Aktien zusammen. Der Zeitpunkt ist noch immer günstig, um Positionen im Tech-Universum aufzubauen. Es lohnt sich, auch am 10. August, wenn die nächsten Nasdaq-Short-Positionen veröffentlicht werden, auf das Ergebnis zu schauen. Gehen die Positionen dann ein weiteres Mal zurück, darf das Ihre Nerven durchaus beruhigen.

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