Unternehmen

Amra Balic: Im Dialog mit Europas Chefetage

Die Verantwortliche für Corporate-Governance-Fragen beim Vermögensverwalter BlackRock stellt Schweizer Konzernen ein gemischtes Zeugnis aus.

Verwaltungsräte mit vielen Mandaten und langer Amtsdauer sollten sich vor der kommenden Generalversammlung wappnen. Denn für BlackRock, den grössten unabhängigen Vermögensverwalter der Welt, sind das zwei «grosse Themen», wie Amra Balic im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft» erklärt. Die 49-Jährige verantwortet das Investment Stewardship für die Region Emea (Europa, Naher Osten und Afrika) und bereitet sich derzeit mit ihrem Team auf die Aktionärstreffen 2019 vor.

Vorbereiten heisst zunehmend in einen Dialog mit den Unternehmen treten. «In den letzten Jahren hat sich der Fokus vom reinen Abstimmen auf Engagementgespräche verschoben», sagt Amra Balic. Die Einstellung, dass ein guter Investor möglichst oft gegen den Verwaltungsrat stimmt, kritisiert die BlackRock-Vertreterin. Abstimmen sollte die letzte Option im Austausch mit dem Unternehmen sein. «Es ist wichtig, ein gegenseitiges Verständnis aufzubauen und Fragen zu stellen, nicht den Unternehmen zu sagen, was sie tun sollen.»

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