Unternehmen / Schweiz

AMS kommt bei Osram in kleinen Schritten voran

Der Chiphersteller erreicht sein Ziel der Aktienmehrheit nur langsam.

(Reuters) Im Übernahmepoker um Osram (OSR 47.15 -0.21%) nähert sich der Sensor-Spezialist AMS (AMS 35.07 -5.68%) der angestrebten Aktienmehrheit nur in Trippelschritten. Bis zwei Tage vor Ablauf des Kaufangebots sammelte AMS knapp ein Drittel der Osram-Aktien ein, wie das österreichische Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

AMS hat einen Erfolg seiner Offerte davon abhängig gemacht, dass es bis einschliesslich Donnerstag mindestens 55 % werden. Bis Dienstagabend kam das Unternehmen einschliesslich eigener Aktien lediglich auf 32,83 %. Grossinvestoren entscheiden sich allerdings oft erst im letzten Moment, ob sie solche Offerten annehmen. AMS bietet 41 € je Osram-Aktie.

AMS-Chef Alexander Everke und Osram-Chef Olaf Berlien warben zuletzt verstärkt um Hedgefonds, die sich im Übernahmepoker Finanzkreisen zufolge mittlerweile knapp die Hälfte der Osram-Anteile gesichert haben. Sie pokern um mehr Geld – wenn nicht sofort, dann später, wenn AMS seine Anteile in einem zweiten Schritt auf mindestens 75 % aufstocken will.