Unternehmen / Schweiz

AMS muss bald ohne Apple auskommen

Analyse | Nun scheint es sicher: Der Chiphersteller verliert einen Grossauftrag von Apple. Osram kann den Verlust noch nicht ausgleichen.

AMS und Osram verschmelzen: Der Chiphersteller wird den Namen seiner deutschen Lichttochter in seinen aufnehmen. Die Fusion zeigt sich auch im Angebot an die verbliebenen Osram-Aktionäre, ihre Titel zu kaufen und Osram von der Börse zu nehmen. Und leider zeigt sie sich auch in den Kennzahlen: Bei einem höheren Umsatz steigt das Betriebsergebnis unterdurchschnittlich, die Marge sackt ab. Schuld trägt auch der Verlust eines Grossteils des Geschäfts mit Apple gegen Ende Jahr, der nun als gesetzt gelten darf.

Die Ingenieure von AMS verstehen sich darauf, analoge Signale in digitale zu wandeln. Die Experten von Osram kennen sich mit Licht in allen Formen aus. Seit wenigen Monaten gehören beide Unternehmen zusammen. Entstehen soll ein führender Anbieter von Sensorik- und Photoniklösungen, so AMS-CEO Alexander Everke, der die Fusion mit Verve vorantreibt. Ab der Generalversammlung Anfang Juni soll das Unternehmen AMS Osram heissen.

Die Transparenz leidet

Durch die Verschmelzung ändert sich die Segmentberichterstattung. Künftig weist das Unternehmen die beiden Segmente Semiconductors und Lamps & Systems aus. Während der Halbleiterbereich das bisherige AMS-Geschäft und das Opto-Semiconductors-Geschäft von Osram umfasst, steht das Lampensegment für die Osram-Bereiche Automotive und Digital. Unter dem Schritt leidet aber die Transparenz. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Flavio Büschlen 05.05.2021 - 21:08
“Barclays-Analyst Andrew Gardiner schätzt den Rückgang durch den verlorenen Apple-Auftrag ab 2022 auf jährlich 600 Mio. $. ” Naja, dafür sollten 1100 $ Mio. Umsätze durch Lidar entstehen. “In Zukunft wird AMS Osram mehr ein Autozulieferer als ein Komponentenanbieter für die Smartphone-Industrie sein. Mit den entsprechenden Folgen für die Profitabilität. Anlegern bieten sich trotz relativ günstiger Bewertung attraktivere Alternativen –… Weiterlesen »