Unternehmen / Schweiz

Kapitalerhöhung von AMS verunsichert

Der Chiphersteller hat das Geld zusammen, um die deutsche Osram zu kaufen – und viele Neuzugänge im Aktionariat, darunter mehrere Banken.

Den «erfolgreichen Abschluss der ordentlichen Kapitalerhöhung» hat Chiphersteller AMS am Freitagmorgen bekanntgegeben. Erfolgreich, vielleicht aus Sicht des Unternehmens – für Aktionäre, grössere Investoren und beteiligte Banken bleiben so viele Fragen offen wie selten bei einer Kapitalmassnahme. «Ich bin seit mehr als 30 Jahren im Geschäft», sagt ein Fondsmanager. «Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.»

Durch die Kapitalerhöhung fliessen AMS 1,75 Mrd. Fr. zu. Das Geld brauchen die Österreicher, deren Aktien an der hiesigen Börse kotiert sind, zum Kauf des deutschen Lichtspezialisten Osram. Zudem hat sich die Gesellschaft einen Brückenkredit eines Bankenkonsortiums unter Führung von UBS und HSBC in Höhe von bis zu 4,7 Mrd. Fr gesichert. Durch die Akquisition steigt die Verschuldung von AMS enorm. Gemeinsam wollen beide Firmen einen Anbieter von Photonik- und Sensoriklösungen schaffen. Diese Idee stammt noch aus der Vor-­Corona-Ära. «Investoren hinterfragen im Moment die Bewertungen aus der Zeit vor der Covid-19-Epidemie», sagt ein Banker.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.