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AMS und Osram schliessen Vertrag ab

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag soll bei der schnellen Integration von AMS und Osram helfen.

(AWP) Der Sensorenhersteller AMS (AMS 21.16 -2.76%) hat nach der im Juli abgeschlossenen Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram (OSR 51.02 0.04%) mit diesem einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) abgeschlossen. Dieser Schritt soll die Umsetzung der Strategie ermöglichen, einen Anbieter von Sensorlösungen und Photonik umzusetzen, wie AMS am Dienstag mitteilte.

Der Abschluss eines BGAV ist eine Notwendigkeit des deutschen Aktiengesetzes. Demnach musste die AMS Offer GmbH, die 71% an Osram hält, mit Osram diesen Vertrag abschliessen.

Die Implementierung des BGAV werde die schnelle und erfolgreiche Integration von AMS und Osram in ein zusammengeführtes Unternehmen ermöglichen, wird in der Mitteilung Alexander Everke, der CEO von AMS, zitiert.

Der BGAV bedarf allerdings noch der Zustimmung von mindestens 75% der an der ausserordentlichen Hauptversammlung von Osram anwesenden Stimmen. Diese soll am 3. November 2020 virtuell stattfinden. In der Folge muss das zuständige Gericht den BGAV noch eintragen. AMS zeigt sich aber «zuversichtlich», das die Aktionäre von Osram grünes Licht geben.

Im Rahmen des BGAV bietet AMS an, die Aktien der aussenstehenden Osram-Aktionäre gegen eine Barabfindung in Höhe von 44.65 € je Aktie zu erwerben. Der BGAV beinhaltet zudem eine jährliche Ausgleichszahlung an diese Aktionäre von 2.24 € (netto nach derzeitigem Körperschaftssteuersatz und Solidaritätszuschlag) pro Aktie. Dieser Nettobetrag von 2.24 € wird unter Vorbehalt von persönlichen Steuern an die Osram-Aktionäre ausbezahlt.

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