Unternehmen / Schweiz

AMS wehrt sich gegen Insider-Vorwürfe

Das Management des Chipherstellers weiss nichts von einer Untersuchung der österreichischen Finanzmarktaufsicht.

(AWP) Der Chip- und Sensorhersteller AMS (AMS 14.765 3.07%) wehrt sich gegen Medienberichte, wonach Ermittlungen gegen die Unternehmensspitze laufen würden. «AMS weist Medienunterstellungen zu nicht gesetzeskonformen Handelsaktivitäten des Managements zurück», hiess es in einer Mitteilung des Unternehmens in der Nacht auf Freitag.

Man nehme die Medienberichte zur Kenntnis, die Untersuchungen der österreichischen Finanzmarktaufsicht bezüglich Handelsaktivitäten des Managements in AMS-Aktien «unterstellen». Das Unternehmen stelle klar, «dass AMS keine Kenntnis einer Untersuchung oder Anfrage seitens einer Aufsichtsbehörde oder vergleichbaren Behörde bezüglich Beschäftigten, Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats, der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften hat».

Die Medienberichte vom (gestrigen) Donnerstag würden Bezug nehmen «auf Unterstellungen aus der Vergangenheit, die von Medien 2019 gemacht wurden». Bereits zum damaligen Zeitpunkt habe AMS klar festgehalten, dass man sich keiner Ermittlungen bewusst sei. AMS habe Richtlinien und Abläufe, die Mitarbeiter-, Management- sowie andere Handelstransaktionen regelten. Diese würden regelmässig überprüft und deren Einhaltung überwacht.

Am Vortag hatte das «Handelsblatt» geschrieben, die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ermittle gegen die AMS-Führung. Dabei gehe es um Aktiengeschäfte bei der laufenden Übernahme des Lichtkonzerns Osram (OSR 42.2 0%), hiess es. Die Ermittlungen seien nach Informationen aus Justizkreisen bereits vor sechs Monaten aufgenommen worden. Es gehe um die Aufklärung von grösseren Aktienkäufen und -verkäufen durch das AMS-Management.

«Wir gehen selbstverständlich allen Hinweisen wegen Gesetzesverstössen nach und ermitteln den Sachverhalt», wurde ein Sprecher der österreichischen Finanzmarktaufsicht in dem Medienbericht zitiert. Am Donnerstag stürzten die Aktien des österreichischen Unternehmens, das an der Schweizer Börse kotiert ist, in der Folge um 16% ab.

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