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AMS will bedingtes Kapital um rund 10% erhöhen

Der Chiphersteller strebt eine möglichst schnelle Refinanzierung für die Übernahme des deutschen Leuchtenkonzerns Osram an.

(AWP) Der österreichische Sensorenhersteller AMS (AMS 15.445 6.89%) will das bedingte Kapital um rund 10% erhöhen, um die Schuldenlast durch die milliardenschwere Übernahme von Osram (OSR 40.2 1.69%) zu erleichtern. Konkret sei die Ausgabe von Finanzinstrumenten, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, im Gesamtnennwert von bis zu 27,43 Mio. € .  geplant, teilte das an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen am Dienstag in der Einladung zur GV mit.

Damit strebe AMS die möglichst schnelle Refinanzierung der bestehenden Bankfinanzierung für die Übernahme des deutschen Leuchtenkonzerns Osram an. Damit sollen die Finanzierungskosten gesenkt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Finanzinstrumente solle ausgeschlossen werden.

Für die Ausgabe der Finanzinstrumente wie Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte an die Gläubiger solle das bedingte Kapital um rund 10% erhöht werden. Konkret sei die Ausgabe von bis zu 27,43 Mio. Aktien geplant. Damit würde AMS eine Kapitalerhöhung von rund 390 Mio. Fr. durchführen. Die neuen Aktien wären voll dividendenberechtigt.

Die ordentliche Generalversammlung ist auf den 3. Juni anberaumt. Sie findet ohne Aktionäre statt. Diese können nur über den Stimmrechtsvertreter ihre Voten abgeben.

Ende April hatte AMS mitgeteilt, dass die 4,6 Mrd. € teure Übernahme von Osram planmässig verlaufe. Die Österreicher hatten dazu Anfang April das Kapital erhöht und erwarten daraus zur Mitfinanzierung des Kaufs einen Bruttoerlös von rund 1,65 Mrd. €.

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Othmar Gehr 13.05.2020 - 15:23

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