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Amy Coney Barrett: Die Hoffnungsträgerin der konservativen USA

Der demografische Wandel lässt den politischen Wind unaufhaltsam drehen. Um diesen Trend zu verlangsamen, hoffen die Republikaner auf die obersten Richter.

«Eine juristische Karriere ist nur ein Mittel zum Zweck», sagte Amy Coney Barrett einst in einer Rede. «Und dieser Zweck ist, das Reich Gottes herbeizuführen.» Kein Wunder also, sehen die Vertreter des progressiven Amerika das jüngste Mitglied des US Supreme Court in düsterem Licht. Mit der Ernennung der 48-jährigen Juristin besetzen die Konservativen dort nun sechs von neun Sitzen. 

Coney Barrett ist die dritte Neubesetzung im Supreme Court unter Präsident Donald Trump. Der vor zwei Jahren vereidigte Brett Kavanaugh ist mit 55 der Älteste der drei. Auch wenn Trump die Wiederwahl kommende Woche nicht schafft, wird sein Einfluss also auf Jahrzehnte spürbar bleiben. Coney Barrett verbrachte den grössten Teil ihrer Karriere als Professorin an der University of Notre Dame, einer privaten Universität im Gliedstaat Indiana. Schon 2017 war sie von Trump für ein Berufungsgericht nominiert worden. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?