Märkte / Makro

An der Schwelle zur säkularen Stagnation

Die amerikanische Wirtschaft hat die schwerste Krise der Nachkriegszeit überwunden. Doch die schleppende Erholung lässt neue Zweifel aufkommen.

Vor sieben Jahren stürzten die USA in die schwerste Wirtschaftskrise seit der Grossen Depression der Dreissigerjahre. Nach einem kräftigen Wachstumseinbruch befindet sich die weltweit grösste Volkswirtschaft seit fünf Jahren wieder auf dem Erholungspfad. Doch obwohl die US-Notenbank Fed die Leitzinsen auf nahezu null gesenkt und historisch beispiellose Massnahmen ergriffen hat, um das Wachstum anzukurbeln, kann von einem robusten Aufschwung keine Rede sein.

Die Erholung von der grossen Rezession, wie die Phase zwischen 2007 und 2010 inzwischen genannt wird, erweist sich im Vergleich mit früheren Konjunkturschwächen als äusserst zäh. Es dauerte über drei Jahre, bis die US-Wirtschaftsleistung an das Vorkrisenniveau anknüpfen konnte – länger als nach jeder anderen Rezession nach dem Zweiten Weltkrieg (vgl. Grafik 1). Noch schleppender gestaltete sich die Erholung des Arbeitsmarktes: Erst im laufenden Jahr erreichte die Zahl der Beschäftigten den Stand von Anfang 2008 (vgl. Grafik 2).

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