Märkte / Makro

An Wallstreet mehren sich die Warnsignale

Am amerikanischen Aktienmarkt sorgt nicht nur das hohe Bewertungsniveau für Sorgenfalten. Doch es gibt auch Indikatoren, die für die Anlageklasse sprechen.

Für Anleger sind es keine einfachen Zeiten. Das zeigt der US-Aktienmarkt. Nach dem schnellsten Bärenmarkt in der Geschichte hat sich der Markt aufgerappelt. Der S&P 500 notiert gegenüber dem Jahresbeginn wieder im Plus. Gleichzeitig leiden Unternehmen aber unter den Folgen von Corona und verbuchen den grössten Gewinneinbruch seit der Finanzkrise. Das strapaziert die Bewertungen. 

«Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis der nächsten 12 Monate handeln US-Aktien mit einer Prämie von 50% gegenüber dem Mittelwert der letzten 20 Jahre», sagt Sam Stovall, Chefstratege vom Researchhaus CFRA. Die hohe Bewertung ist laut Ed Clissold an und für sich kein Problem. «Am Anfang eines Bullenmarktes ist eine Bewertungsexpansion nicht aussergewöhnlich», sagt der US-Chefstratege von Ned Davis Research. Aktien nehmen das Ende der Rezession vorweg, während die Konsequenzen in den Unternehmenszahlen noch nicht sichtbar sind. Die Aktienkurse steigen, während Gewinne sinken. «Die Marktreaktion ist nicht untypisch, zwar ist das Ausmass aussergewöhnlich, das gilt aber auch für die Rezession.»

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