Unternehmen / Konsum

Analysten eilen der On-Aktie zu Hilfe

Die am Börsengang der Zürcher Schuhmarke beteiligten Banken überraschen mit optimistischen Prognosen.

Seit rund einem Monat ist die Zürcher Laufschuhfirma On an der New Yorker Börse kotiert. Nachdem die ersten Handelstage sehr positiv verliefen, gerieten die Aktien unter Abwärtsdruck. Nun dürfen die Banken erstmals ihre Analystenberichte veröffentlichen. Das ist insofern interessant, als Anleger bis jetzt relativ wenig über die finanziellen Perspektiven von On in Erfahrung bringen konnten.

Angefangen bei den Gewinnerwartungen. On erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2021 zwar einen kleinen Überschuss von 3,8 Mio. Fr., für das Gesamtjahr ist jedoch erneut ein Verlust zu erwarten. Die Gewinnschwelle dürfte erst 2023 erreicht werden. Auf Basis der aktuellen Prognosen ergibt sich sodann ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 156. Um diese hohe Bewertung zu rechtfertigen, muss On in hohem Tempo weiterwachsen und Marktanteile gewinnen. Die Konkurrenz ist gross: Adidas und Nike kommen bei Sportschuhen auf einen Anteil von rund 45%. On liegt noch unter 1%.

Licht auf die Finanzziele

Interessant ist auch, welche Finanzziele sich On selbst setzt, da das Unternehmen dazu bislang in der Öffentlichkeit geschwiegen hat. Wie die US-Bank JP Morgan in ihrer Analyse schreibt, will das On-Management langfristig jährlich um 20 bis 25% wachsen. Der Betriebsgewinn (Ebitda) soll um 25 bis 30% zunehmen, womit Ebitda-Margen zwischen 17 und 19% erreicht würden. Damit wäre On im Mittelfeld der Sportartikelhersteller. Für eine Profitabilität in der Grössenordnung der chinesischen Li Ning oder der US-Yogamarke Lululemon (Ebitda-Marge über 25%) reicht es aber immer noch nicht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare