Märkte / Derivate

Angebotslücke treibt Palladium auf Allzeithoch

Die rege Nachfrage aus dem Automobilsektor lässt den Preis des Metalls kräftig steigen.

Der Höhenflug nimmt kein Ende: Über die vergangenen Wochen hat Palladium wiederholt neue Allzeithöchst markiert. Gegenüber Jahresbeginn notiert das silbrigweisse Metall inzwischen 40% im Plus und hat damit viele andere Rohstoffe weit hinter sich gelassen – darunter auch das ebenfalls gut laufende Gold: Mit beinahe 300 $ ist der Preisaufschlag pro Feinunze so gross wie zuletzt Anfang der Nullerjahre.

Zwar wird die jüngste Rally auch durch Spekulation angetrieben. Doch fundamental ist der Preisanstieg durchaus berechtigt. So wird die Nachfrage vom Automobilsektor angekurbelt, wo das Metall vor allem in Katalysatoren zum Einsatz kommt. Gemäss dem Branchenspezialisten Johnson Matthey dürfte die Nachfrage aus der Autoindustrie dieses Jahr rund 10% auf 9,5 Mio. Unzen zulegen. Damit bleibt der Markt laut Commerzbank das achte Mal in Folge in einem Angebotsdefizit – selbst wenn über Recycling von Autoschrott immer mehr Palladium in den Markt zurückfliesst.

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