Märkte / Emerging Markets

Evergrande: Angst vor einem chinesischen Lehman-Moment

Der Immobilienentwickler sitzt auf Schulden von über 300 Mrd. $ – ein grosser Zahlungsausfall wurde vorerst abgewendet.

Es ist die grösste Gefahr für das chinesische Finanzsystem seit langem: ein Kollaps des Immobiliengiganten Evergrande. Manche Marktbeobachter sprechen von einem möglichen «chinesischen Lehman-Moment». Vor dreizehn Jahren wurde durch den Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers aus einer US-Hypothekenkrise eine globale Finanzkrise. Solch eine Art von Schock scheint vorerst abgewendet.

Noch Ende August warnte Hedge-Fund-Manager George Soros in der «Financial Times»: «China hat einen anhaltenden Immobilienboom über die letzten zwei Jahrzehnte genossen, der kommt jetzt zu Ende. Evergrande ist überschuldet und am Rande eines Zahlungsausfalls. Das könnte einen Crash auslösen.» Die Aktie hat seit vergangenem Jahr gut 80% verloren und notiert nun auf einem Allzeittief. Die Anleihen notieren mit einem Abschlag von zeitweise über 70%. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?