Märkte / Derivate

Angstbarometer steht unter Beobachtung

Der Vix soll die implizierten Kursschwankungen messen, doch er beeinflusst sie auch. Wegen des Vorwurfs der Manipulation schaltet sich die Finanzaufsicht ein.

Das Angstbarometer der Wallstreet steht gleich doppelt unter Beobachtung. Aufsichtsbehörden prüfen die Integrität des Volatilitätsindex Vix, denn er ist womöglich verfälscht worden (vgl. Textkasten). Zweitens wird bezweifelt, ob dieser Referenzindex seine Aufgabe erfüllt, wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt: Die Volatilität sollte den Vix bewegen und nicht umgekehrt.

«Das Angstbarometer hat sich von der tatsächlichen Angst im Markt entkoppelt», erklären die Derivatspezialisten von RCM Alternatives. Vorsichtiger formulieren es die Strategen von Barclays: «Das Emporschnellen des Vix war technischer Natur und signalisiert nicht zwangsläufig einen echten Anstieg der Risikowahrnehmung.»

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