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Anheuser-Busch bringt Asiengeschäft an die Börse

Der US-Brauereikonzern dürfte sein Asiengeschäft noch diesen Monat an den Hongkonger Aktienmarkt bringen. Es wäre der bislang weltgrösste Börsengang im laufenden Jahr.

(Reuters) Der US-Brauereikonzern Anheuser-Busch (AB InBev) will sein Asiengeschäft an die Hongkonger Börse bringen. Der hochverschuldete Konzern mit Marken wie Budweiser, Corona oder Stella Artois könnte dabei bis zu 9,8 Mrd. $ einnehmen, wie diverse Medien wie Reuters oder «Wall Street Journal» den Börsenunterlagen entnehmen konnten.

Damit wäre es der bislang weltgrösste Börsengang in diesem Jahr, selbst wenn die Aktien am unteren Ende der Preisspanne zwischen 40 und 47 HK-$ pro Stück ausgegeben werden. Die Marktkapitalisierung der Budweiser Brewing Company APAC könnte sich auf bis zu 63,7 Mrd. $ Das Debüt in Hongkong ist für den 19. Juli geplant.

AB InBev wollte die Informationen nicht kommentieren. Allerdings hatte der Konzern bereits Anfang Mai entsprechende Überlegungen im Grundsatz bestätigt. Eine Notierung in Hongkong könnte dazu beitragen, in der Wachstumsregion Asien-Pazifik einen Champion zu schaffen, hatte Finanzchef Felipe Dutra erklärt. Wohlhabende Verbraucher greifen dort zunehmend zu höhermargigen Produkten. Die Einnahmen aus dem Listing helfen aber auch beim Abbau des riesigen Schuldenbergs, auf dem der US-Konzern seit der 100 Mrd. $ Übernahme seines grössten Rivalen SABMiller im Jahr 2016 sitzt.

Dem Finanzplatz Hongkong wiederum würde der Börsengang einen willkommenen Schub verleihen. Er liegt in diesem Jahr in der IPO-Statistik noch hinter der New Yorker Börse und der Nasdaq. Den bisherigen IPO-Rekord 2019 hält der Fahrdienstvermittler Uber mit Einnahmen von 8,1 Mrd. $.

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