Unternehmen / Schweiz

Anlagestiftungen dürfen stärker in Aktien investieren

Ab dem 1. August bestehen für die Pensionskassen-Fonds mehr Anlagemöglichkeiten. Aufgrund der Tiefzinssituation hält der Bundesrat dies für nötig.

(AWP/TH) Anlagestiftungen haben ab dem 1. August mehr Anlagemöglichkeiten. Zudem wird die Rolle der Anlegerversammlung als oberstes Organ der Stiftungen gestärkt. Der Bundesrat hat am Freitag Verordnungsänderungen beschlossen und in Kraft gesetzt.

Anlagestiftungen sind Investmentfonds vergleichbar. Sie führen kollektive Anlagegefässe, die einzig den Pensionskassen, anderen Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und Privatpersonen für deren 3a-Spargelder zugänglich sind.

Neu ist die Anlegerversammlung allein für die Wahl des Stiftungsrates zuständig. Die Anlagestiftungen erhalten mehr Flexibilität. So dürfen sie in bestimmten Gefässen stärker als bisher in Aktien investieren. Das sei aufgrund der Tiefzinssituation nötig, schreibt der Bundesrat. Damit könne der Konkurrenznachteil gegenüber den Anlagefonds wettgemacht werden.

Die Nutzer von Anlagestiftungen sind selbst verantwortlich, Anlagestiftungen als Bausteine ihres Vorsorgevermögens so zusammenzustellen, dass in Summe die für Vorsorgeeinrichtungen geltenden Begrenzungen für Aktien und weitere Anlageklassen eingehalten bleiben.

Der Bundesrat hatte die Änderungen letzten Herbst in die Vernehmlassung geschickt.

Leser-Kommentare

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Thomas Burger 21.06.2019 - 12:37

Komisch dass solche Entscheidungen nie kommen wenn die Aktienmärkte am Boden liegen sondern dann wenn die Indizes neue Höchststände schreiben.
Hat da jemand das Wort “prozyklisch “gemurmelt???