Märkte / Anleihen

Anleger erwarten reduzierte EZB-Käufe

Die «Taper»-Debatte läuft bereits: Es geht um das Tempo und spätere Auslaufen der Pandemie-Notkäufe von Staatsanleihen durch die Euro-Währungshüter.

Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) halten die Marktrenditen von Staatsanleihen im Zaum. Mit einem leicht höheren Volumen beim Anleihenkauf als zu Beginn des Jahres stehen sie zu ihrem Wort: Seit Dezember verspricht der EZB-Rat, günstige Finanzierungsbedingungen für Un­ter­nehmen, Privathaushalte und Regierungen für die Dauer der Pandemie zu erhalten.

Dies funktioniert so gut, dass die Marktteilnehmer bereits über eine Reduktion des Notprogramms PEPP reden, was im Englischen «Taper» genannt wird. Das bestätigt die Nachrichtenagentur Bloomberg nur wenige Tage vor der nächsten EZB-Ratssitzung am Donnerstag: Laut einer Umfrage unter Ökonomen vor allem aus Banken wird die EZB ihre Anleihenkäufe bis Juli verlangsamen und Ende Jahr signalisieren, dass das Programm im März 2022 planmässig auslaufen wird. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?