Märkte / Makro

Anleger gehen mit Chinasorgen ins Wochenende

Evergrande hat noch 30 Tage Zeit, seine ausgefallenen Zinszahlungen nachzuholen. Dabei stehen bereits die nächsten Zinsforderungen am Mittwoch an.

Die Verschuldungskrise des chinesischen Baukonzerns Evergrande hält Anleger im Bann. Bis Donnerstag hätte er Zinsen in Höhe von 83,5 Mio. $ auf eine Dollar­anleihe zahlen sollen. Doch bis Freitag fehlte jedes Anzeichen dafür, dass er die Frist einhalten wird und damit den Ausfall noch abwenden kann.

Die Befürchtungen ebben nicht ab, dass Peking ausländische Anleihengläubiger grosse Verluste hinnehmen lässt, während sich die Liquiditätskrise des weltweit am höchsten verschuldeten Immobilienunternehmens verschärft. Der Konzern verfügt über eine dreissigtägige Nachfrist, bevor eine Nichtzahlung offiziell als Zahlungsausfall gewertet wird. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Aloys K. Osterwalder 25.09.2021 - 10:58
Erstaunlich, dass der chinesische Staat bisher nicht eingegriffen hat oder zumindest klar Stellung bezogen hat. Es könnte durchaus sein, dass China die mögliche Zahlungsunfähigkeit von Evergrande als weitere Waffe zur Destabilisierung des internationalen Finanz- und Handelssystems einbezieht. Vielleicht ist die chinesische Regierung aber auch schlicht überfordert, die nötigen Massnahmen einzuleiten, da sie die Auswirkungen eines Evergrande-Kollapses auf die chinesische Wirtschaft… Weiterlesen »