Märkte / Aktien

Anleger, schaut auf den Cashflow!

Der freie Cashflow konnte andere Bewertungsmasse wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis in den USA und Europa schlagen. Er ist aber kein Allheilmittel.

Ein Unternehmen kann nicht lange bestehen, wenn es kein Geld erwirtschaftet. Das berücksichtigen häufig verwendete Bewertungsmasse für Aktien nicht direkt. So stützt sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf den buchhalterisch ermittelten Gewinn ab. Der kann vom tatsächlichen Geldzufluss stark abweichen. Das Kurs-Buch-Verhältnis (KBV) ist noch weiter davon entfernt, den Geldfluss des Unternehmens abzubilden – denn dabei wird nur auf den Bilanzwert geschaut. Die Alternative für Anleger ist, Aktien nach dem Cashflow auszusuchen.

Verwendet wird von Bewertungsspezialisten oft der freie Cashflow. Das ist der Teil des betrieblichen Mittelflusses, der nicht in neue Investitionsprojekte fliesst. Er steht dem Unternehmen zur Verfügung, um ihn an Kapitalgeber auszuschütten, Schulden abzubauen oder das Geschäft zu expandieren. Daher ist die Rendite des freien Cashflows aussagekräftiger als die Dividendenrendite. Denn schüttet ein Unternehmen hohe Gewinnbeteiligungen aus, sagt das nichts darüber, ob diese Auszahlungen nachhaltig sind.

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Leser-Kommentare

Friedrich Bettschart 25.08.2016 - 12:00

Richtig so, der CF – und noch besser der freie CF – sind für den Anlagaerfolg aussagekräftiger als das KGV. Schade nur, dass der Aktienführer der FuW Kennzahlen wie CF und FCF nicht aufführt. Als Anleger muss man sich die Angaben eher mühsam selber zusammensuchen.