Märkte / Anleihen

Anleihen für die «grösste Krise seit dem Krieg»

Arbeitgebernahe und liberale Ökonomen plädieren für Gemeinschaftsanleihen in der EU. Ihre Begründung: Anders als in der Eurokrise sind Transfers notwendig.

Der Druck wächst in Ländern wie Deutschland und den Niederlanden, Gemeinschaftsanleihen der Eurostaaten oder der EU-Länder einzuführen. Vor zwei Wochen hatte Italiens Premierminister Giuseppe Conte auf der Videokonferenz der 27 EU-Staats- und Regierungschefs die gemeinsame Emission von Schulden vorgeschlagen.

Der Grund: Die Eurostaaten haben bereits Kreditprogramme und Garantien beschlossen, mit denen sie Unternehmen bei Liquiditätsengpässen helfen wollen. Spanien, Italien und Frankreich hinken dabei Deutschland erheblich hinterher.

Deswegen haben sich die meisten Euroländer dem Vorschlag angeschlossen. Widerstand kommt nur aus Berlin, Den Haag, Wien und Helsinki. Dabei hatte sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel noch vor zwei Wochen offen dafür gezeigt, sogenannte Coronabonds zu prüfen. Doch am Wochenende sagte ihr Finanzminister Olaf Scholz, dass er Hilfen für ­andere Staaten über den Eurorettungsfonds ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) bevorzuge. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.