Märkte / Makro

Anpassung der SNB erhöht Belastung durch Negativzins

Ab Anfang 2020 sollen Repo-Geschäfte mit Nicht-Banken und Wertpapierleihgeschäfte nicht mehr unterlegungspflichtig sein.

(Reuters) Eine Anpassung der Nationalbankverordnung erhöht tendenziell die Belastung der Banken durch die Negativzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 5120 0.99%)). Durch die Regeländerung fallen künftig zwei Positionen für die Berechnung der Mindestreserve weg, teilte die Notenbank am Dienstag mit. Ab Anfang 2020 seien Repo-Geschäfte mit Nicht-Banken und Wertpapierleihgeschäfte nicht mehr unterlegungspflichtig.

Damit steigt der Betrag, auf den Strafzinsen fällig werden. Die Schweizer Währungshüter setzt seit 2015 unter anderem auf Negativzinsen, um einen wirtschaftsschädlichen Höhenflug des Frankens zu verhindern. Banken bezahlen deshalb ab einer gewissen Schwelle eine Gebühr von 0,75% für Gelder, die sie bei der Notenbank parken. Dieser Freibetrag liegt aktuell beim 25-fachen der Summe, die die Banken als Mindestreserve hinterlegen müssen. Weil künftig weniger Mindestreserven vorgehalten werden müssen, erhöht sich die Belastung durch den Strafzins nun tendenziell.

Leser-Kommentare