Der globale Trend zur Urbanisierung zeigt sich auch in der Schweiz. Die Agglomerationen wachsen bevölkerungsmässig überdurchschnittlich stark. Gemäss der neuen Statistik der Schweizer Städte lebten 1950 rund 45% der Wohnbevölkerung in Agglomerationen, 2018 waren es schon 73%. Das Wachstum allerdings fand nicht in den Kernstädten statt. Die Bevölkerung der sechs grössten Schweizer Städte wuchs seit 1930 von kumuliert 0,8 Mio. Personen auf knapp 1,2 Mio. im Jahr 2018. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 46%. Gesamtschweizerisch hingegen hat sich die Bevölkerung in der betrachteten Zeitspanne mehr als verdoppelt. Zürich als grösste Schweizer Stadt ist mit einem Plus von knapp 43% unterdurchschnittlich gewachsen. Lediglich in Winterthur, der kleinsten der sechs grössten Städte, hat sich die Bevöl­kerung seit 1930 gut verdoppelt, was jedoch immer noch leicht unter dem gesamtschweizerischen Schnitt liegt. In der Bevölkerungsdichte ergeben sich riesige Differenzen. Sie ist am höchsten in Genf mit 127 Personen je Hektar. Dahinter folgen mit grossem Abstand Basel und Zürich. Generell ist die Bevölkerungsdichte in den Städten der Romandie höher als in der Deutschschweiz. Gesamtschweizerisch beträgt die Bevölkerungsdichte zwei Personen pro Hektar. Das ergibt pro Quadratkilometer gut 200 Personen – im internationalen Vergleich kein ausgesprochen hoher Wert.