Unternehmen / Gesundheit

Antibiotika-Krise mit Ansage

Resistenzen sind ein wachsendes Problem. Bis 2050 könnten sie mehr Menschenleben fordern als Krebs.

Das Geschäft mit Antibiotika wird als unattraktiv eingestuft. Die gängigsten bakterientötenden Medikamente haben ihren Patentschutz verloren, neu entwickelte werden zurückhaltend eingesetzt. Der Grund sind die zunehmenden Resistenzen gegen Antibiotika. Je seltener neue Mittel eingesetzt werden, desto länger wird es dauern, bis Bakterien auftreten, die auch sie überleben. Das wird früher oder später auf jeden Fall passieren, denn Resistenzbildung ist ein natürlicher Prozess.

Für die Unternehmen ist das eine wenig attraktive kommerzielle Perspektive. Selbst wenn sie ein sehr effizientes neues Antibiotikum entwickeln, können sie nicht damit rechnen, dass es ein Verkaufsschlager wird. Spitäler werden zwar einzelne Dosen davon kaufen, sie aber in den Schränken lassen und erst einsetzen, wenn die anderen Mittel versagen. So wollen es die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und zahlreicher Gesundheitsministerien.

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